die Medien (Projekte) Planungsmandat

Triftbachhalle Zermatt - vom Konzept zur Gebäudeautomation

Schulturnen, Kick-Boxen, Seniorenturnen, Zumba, Jazz-Tanz, Jungbürgerfeier oder Neujahrsempfang - die Triftbachhalle in Zermatt wird praktisch an 365 Tagen im Jahr rege genutzt. Nach der neuen Audioanlage wollte die Einwohnergemeinde Zermatt wissen, wie es mit dem Rest weitergeht: Licht, Projektion, Bühne, Steuerung und am Ende sogar die Heizung und die Lüftung. Ja potz Föhn!

die Konzeptfindung

Im Herbst 2018 bekam die schwarze Kuh den Auftrag, für die Triftbachhalle ein Nutzungskonzept, einen Sanierungsplan mit Kostendach und ein Steuerungskonzept zu entwickeln. Die Bühnenbeleuchtung war komplett veraltet, eine fixe Projektion gab es nicht, die Vorhänge fehlten oder waren defekt und eine zentrale Bedienung der Technik war ein frommer Wunsch. Aus Grobkonzepten, Produktevaluationen und Systemübersichten für Audio, Licht- und Bühnentechnik, Projektion und Steuerung wurde ein Plan, mit dem die Gemeinde nicht nur bauen, sondern die Halle auch sicher und einfach an externe Veranstalter vermieten kann.

Publikum vor einer Bühne mit grosser Projektionsfläche

die Umsetzung

2019 wurde die komplette Veranstaltungstechnik saniert und erneuert - mit Black Cow als leitender Firma des Projektes. Für eine einfache Bedienung kam eine Mediensteuerung von Crestron zum Einsatz: ein Touch-Panel bei der Bühne, eines im Geräteraum und ein drittes als mobile Einheit, die bei Grossanlässen beim FOH-Mischpult im hinteren Teil der Halle eingesteckt wird. Weil die Gemeinde schon damals laut über eine Gebäudeautomation nachgedacht hat, wurde die Steuerung gleich dafür vorbereitet. Vorausdenken kostet wenig und spart später viel.

die Gebäudeautomation

2021 folgte das Planungsmandat für die Einbindung der HLKS-Technik (Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär) in die Raumsteuerung. Bis dahin regelte eine einfache Zeitschaltuhr die Lüftung - auch dann, wenn die Schulklassen bei schönstem Wetter draussen turnten und die Garderoben leer standen. Nach zwei Arbeitstagen mit Analysen und Tests vor Ort war klar: Die HLKS-Technik ist in gutem Zustand, es fehlt «nur» an der Intelligenz. Mein Konzept bindet die Steuerung in das IT-Netzwerk der Gemeinde ein, macht den Energieverbrauch über das Internet auswertbar und bringt alle Partner von der Elektroplanung bis zur Lüftung an einen Tisch.

der Handwerker

Planen, koordinieren, Offerten einholen, Partner zusammenbringen und am Schluss die Geräte in Betrieb nehmen - das ist Fachplanung, wie ich sie verstehe. Meine Produkteunabhängigkeit ist dabei die Voraussetzung für eine objektive und kostenneutrale Planung. Und wenn die Lüftung heute weiss, dass die Klasse draussen turnt, dann hat sich das Ganze schon gelohnt.